Es ist das Jahr 2001. Premiere für die „therapie LEIPZIG“ – damals noch in einem Verbund mehrerer Medizinmessen. Im Fokus: die deutschsprachige Therapiewelt. Anfangs sind es nur wenige Aussteller, ihre Exponate teilweise noch auf Tapeziertischen präsentiert. 24 Jahre später zählt die therapie LEIPZIG knapp 400 Aussteller und begrüßt im Mai 2025 19.400 Besucherinnen und Besucher. Und auch wenn die Messe enorm gewachsen ist – ihren Kern hat sie bis heute nicht verändert: Bei der therapie LEIPZIG treffen sich Therapeutinnen und Therapeuten verschiedener Professionen, entdecken aktuelle Trends, probieren in der interaktiven Fachausstellung neue Methoden aus, lauschen bei Vorträgen Expertinnen und Experten oder besuchen den begleitenden Kongress rund um Therapie, medizinische Rehabilitation und Prävention.
Foto: Leipziger Messe
Ronald Beyer ist Schöpfer der Messe. Als Impulsgeber und Wegbereiter hat er – gemeinsam mit der langjährigen Kollegin Birgit Pohle – nicht nur die therapie LEIPZIG, sondern auch zahlreiche andere Medizinmessen bei der Leipziger Messe entwickelt, bevor er das erfolgreiche Projekt an Birgit Mücklich übergab. Sie ist seit sechs Jahren Projektdirektorin und brennt für dieses Thema. Es ist für sie nicht nur ein Job, sondern echte Begeisterung für ein wichtiges Feld – und für eine Veranstaltung mit viel Potenzial.
Foto: Leipziger Messe
Immer in Bewegung bleiben
„Die Therapiebranche steht vor zahlreichen Herausforderungen – und zugleich spürt man eine große Offenheit für Neues“, sagt Birgit Mücklich. Digitalisierung ist ein zentrales Stichwort, ebenso der Fachkräftemangel, die Überalterung der Gesellschaft und damit der steigende Bedarf an therapeutischen Leistungen. Ansätze wie Gamification helfen, um Patientinnen und Patienten langfristig zu motivieren. „Es ist total spannend, wie beweglich Therapeutinnen und Therapeuten sind – immer zwischen recht schweren Themen und gleichzeitig viel Leichtigkeit.“
Genau dieser Spirit prägt die therapie-Messen: Die Stimmung ist positiv, an jedem Stand wird ausprobiert, gelacht, unterstützt – und immer steht der Mensch im Mittelpunkt. Der positiven Stimmung steht jedoch die Termindichte in den Praxen gegenüber. Viele Therapeutinnen und Therapeuten können sich nur schwer für mehrere Tage aus ihrem Praxisalltag lösen – eigentlich keine gute Nachricht für eine Messe, die wachsen will. Für das Team um Birgit Mücklich war das jedoch eher Chance als Hindernis. „Wenn die Therapeuten nicht zu uns kommen können, kommen wir eben zu ihnen.“
Gemeinsam mit dem Ausstellerbeirat entstand so die Idee, an anderen Standorten eigene Veranstaltungen umzusetzen. Ab 2019 wurden in Düsseldorf, Hamburg und München eigenständige therapie-Messen aufgebaut – „unsere therapie-Familie“, wie Birgit Mücklich sie stolz nennt. Den Anfang machte 2019 die therapie HAMBURG. „Und diese hat direkt von Beginn an richtig gut funktioniert. Wir hatten eine große Nachfrage!“ erinnert sich Mücklich.
Foto: Leipziger Messe
Vier Messen - ein Team
2020 folgte die therapie DÜSSELDORF – ursprünglich als Präsenzveranstaltung geplant, coronabedingt jedoch nur als digitaler Kongress umgesetzt. Im September 2022 konnte die Messe dann endlich vor Ort stattfinden. Wenige Wochen später – Ende Oktober – ging bereits die dritte Auflage in Hamburg an den Start, im November feierte die therapie MÜNCHEN Premiere. Drei Messen in nicht einmal drei Monaten, wie kann das funktionieren? „Wir können an den anderen Standorten natürlich auf unsere langjährigen Erfahrungen aus Leipzig und die Partner der Leipziger Messe Unternehmensgruppe zurückgreifen. Wir kennen die Aussteller und wissen, wie wir Fachbesucher ansprechen – und ich habe ein großartiges, engagiertes Team“, erklärt Birgit Mücklich.
FAIRNET - mehr als nur Partner für den Standbau
FAIRNET ist bei den therapie-Messen in Düsseldorf, Hamburg und München weit über den klassischen Standbau hinaus präsent – nämlich als 360-Grad-Dienstleister. „Normalerweise sprechen Aussteller für Dienstleistungen wie Strom, Hängepunkte, Hostessen oder Parkplätze bei einer Messe mit verschiedenen Partnern“, sagt Christian Merkel, Abteilungsleiter Projektmanagement Messen & Kongresse bei FAIRNET. „Bei den therapie-Messen übernehmen wir dies gesammelt. So hat der Aussteller im besten Fall nur einen Ansprechpartner im Projektteam und einen bei der FAIRNET.“ Für die Aussteller bedeutet das: deutlich weniger Aufwand – und auch finanzielle Vorteile. „Ein Aussteller, der an allen therapie-Standorten präsent ist, bekommt von uns viermal den exakt gleich gebrandeten Messestand. Grafiken und andere Elemente werden also nicht mehrfach produziert.“
Foto: Leipziger Messe
Der Spirit von Leipzig
Dass dieser Geist an allen Standorten erlebbar ist, verdankt die Messe dem engagierten Team um Birgit Mücklich. Sechs Mitarbeitende organisieren die Messen. „Wir sind ein tolles Team, alle sprühen vor Ideen und fühlen sich verantwortlich für unsere therapie-Familie. Es macht einfach Spaß – anders wären vier Messen in gerade einmal zwei Jahren auch nicht zu schaffen.“
Foto: Leipziger Messe
Die Zukunft der therapie-Messen: Wohin geht’s?
„Beim Thema Therapie liegt noch so viel Potenzial auf der Straße, wir müssen gut überlegen, welche nächsten Schritte wir angehen wollen“, sagt Birgit Mücklich. Man spürt bei diesem Satz ihre Begeisterung – ein kleines Kribbeln inklusive. Noch mehr Standorte? „Wir sehen viele Möglichkeiten, auch in Richtung Internationalisierung“, erklärt sie. Von einem besonders inspirierenden Moment erzählt sie ebenfalls:
Bei einem Besuch der FISIOEXPO, einer Physiotherapiemesse in Madrid, traf sie deren Projektleiter. „Gleich zu Beginn sagte er: ‚Klar kenne ich die therapie LEIPZIG – sie war das Vorbild für unsere Messen.‘“ Wenn also Madrid nach Leipzig blickt, dann kann es eigentlich nur weitergehen. Wohin genau? Das wird die Zukunft zeigen.
Grafik: Leipziger Messe
therapie MÜNCHEN – 19. & 20. Juni 2026
therapie HAMBURG – 6. & 7. November 2026
therapie LEIPZIG – 27. bis 29. Mai 2027
therapie DÜSSELDORF – September 2027